Einmal mit Rentiernomaden durch die Arktis

Russland

Nur durch die schmale Beringstraße vom gegenüberliegenden Alaska getrennt, ragt als fast vergessener Zipfel Russlands die Tschuktschen-Halbinsel bis weit über die Datumsgrenze nach Osten. Acht Monate im Jahr ist sie eingeschlossen vom Eis der Beringsee und des arktischen Ozeans. Wer die weite Anreise und die Kälte nicht scheut, den erwartet hier ein grandioses, äußerst exklusives Erlebnis! Diese einzigartige Expedition führt Sie im arktischen Frühling in die unendlichen Weiten der Tundra zu archaisch lebenden Rentiernomaden in das nach Jahrzehnten totaler Abschirmung erst seit 2008 für Touristen geöffnete Tschukotka. Mit Skidoos fahren Sie über das zugefrorene Beringmeer und die verschneite Tundra zu Rentiernomaden und tauchen tief in die traditionellen Lebensgewohnheiten der Tschuktschen ein, teilen sich mit ihnen die einfachen Mahlzeiten aus Brot und Rentierfleisch, übernachten in traditionellen Jarangas und fahren gemeinsam mit Rentierschlitten in die Tundra hinaus.

Reisehöhepunkte

  • Skidoo-Fahrten quer durch die verschneite Tundra und über das zugefrorene Eismeer
  • Eismeer, Fjorde und Gebirge in Anadyr, Egvekinot und Amguema
  • Besuch der Datumsgrenze sowie einer sowjetischen Radar-Abhöranlage aus dem Kalten Krieg
  • Museum der Ethnographie, Geologie und Geschichte
  • Besuch der Nomaden und 2 Übernachtungen inmitten der Tundra in tschuktschischen Jarangas
  • Hautnahes Erleben traditioneller Lebensgewohnheiten der Tschuktschen
  • Hundeschlittenexkursion mit erfahrenem Musher

 

Bildergalerie

Reiseverlauf

1. Reisetag: Flug Deutschland - Moskau - Anadyr

Flug ab Deutschland nach Moskau. Von Moskau geht es auf dem längsten Inlandsflug der Welt in 9h nach Anadyr, der Hauptstadt Tschukotkas. (-/-/-)

2. Reisetag: Inlandsflug

Ankunft in Anadyr gegen Mittag. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel ist schon ein erster kleiner Höhepunkt, denn Sie überqueren dabei die zugefrorene Bucht von Anadyr – mit Minibussen, die auf einem eigens auf dem Wintereis angelegten Straßensystem verkehren. Check-In im Hotel, kurze Erholung und Mittagessen. Am Nachmittag findet ein geführter Stadtrundgang statt. Übernachtung im Hotel. (-/M/A)

3. Reisetag: Anadyr

Gleich nach dem Frühstück erhalten Sie im Hotel die Winterbekleidung und die Schneemobilausrüstung. Anschließend erfolgt die ausführliche Einführung in die Bedienung der Skidoos durch die Instruktoren mit nachfolgender kleiner Fahrschule auf der Bucht von Anadyr. Dann erste Kundfahrt mit den Skidoos in die Tundra. Übernachtung im Hotel. (F/M/A)

4. Reisetag: Uelkal

Das Tundraabenteuer beginnt! Mit den Schneemobilen starten Sie am frühen Morgen die 170 km lange Fahrt nach Uelkal, einer kleinen Inuit-Siedlung an der Küste der Beringsee. Zur Sicherheit und zum Gepäcktransport begleitet Sie ein Kettenfahrzeug „Vestochod“ oder ein Allradfahrzeug „Trekol“. Je nach Schnee-Qualität, Fitness der Gruppe und den Fertigkeiten der Schneemobilfahrer, kann diese Fahrt 10 bis 12h dauern. Je zwei Reisegäste teilen sich ein Schneemobil. Stündliche Pausen zum Beine vertreten, fotografieren und Fahrerwechsel sind eingeplant. Mittag gibt es unterwegs – wer möchte kann sich zum Aufwärmen dazu in das Begleitfahrzeug zurückziehen. In Uelkal Empfang und Begrüßung im Kulturhaus durch den Direktor, der Ihnen auch das Leben in Uelkal näher bringt. Die örtliche Eskimo-Tanzgruppe ist weithin berühmt und tritt bei Inuit-Festspielen rund um den Polarkreis auf. Abendessen bereiten die Frauen des Dorfes für Sie im Kulturhaus zu und dort schlafen auch alle gemeinsam im großen Saal. Übernachtung im Kulturhaus. (F/M/A)

5. Reisetag: Egvekinot

Heute packen Sie das Gepäck auf die Schlitten der Instruktoren, denn die 100 km nach Egvekinot werden in 4-6h ohne Begleitfahrzeuge zurückgelegt. Zunächst geht es noch über flache weite Tundra, dann über den Packeissaum hinaus auf das offene Bering­meer. Kurz vor Egvekinot beginnt das steile Küstengebirge die Landschaft dramatisch zu bestimmen. Nach dem Check-In in den komfortablen Ferienhäusern besuchen Sie das örtliche Museum. Das enthusiastische Museumspersonal bringt Ihnen Ethnographie, Geologie und Geschichte der Region näher, die im zweiten Weltkrieg zunächst als Militärbasis erschlossen wurde, bevor nach dem Krieg zehntausende deutsche Kriegsgefangene und später GULAG-Insassen im Straßenbau und Erzabbau unter harten Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Ü in Ferienhäusern. (F/M/A)

6. Reisetag: Egvekinot

Von Egvekinot Aufbruch mit den Schneemobilen zu einer Erkundungsfahrt in einen nahegelegenen Fjord, indem Sie Krabben fangen und essen werden. Wer möchte, kann sich alternativ auch am Abfahrtshang mit Skilift vergnügen oder eine Wanderung in die umliegenden Berge unternehmen. Am Nachmittag lernen Sie im Museum in einem Handarbeits-Kursus die Grundlagen der kunstvollen tschuktschischen Lederstickereien kennen und können selbst ein traditionelles Schmuckstück anfertigen. Übernachtung in Ferienhäusern. (F/M/A)

7. Reisetag: Amguema

Tagesziel ist Amguema, die zentrale Siedlung der Rentier-Tschuktschen. Neben der von den GULAG-Häftlingen erbauten Straße fahren Sie mit den Schneemobilen die 90 km bis Amguema und haben unterwegs ausführlich Gelegenheit, die Hinterlassenschaften dieses düsteren Kapitels russischer Geschichte kennenzulernen. Wenn noch Zeit ist, werden Sie eine einheimische Familie besuchen oder die dortige Schule besichtigen. Übernachtung in den Aufenthaltsräumen der Banja, dem Badehaus. (F/M/A)

8. Reisetag: Tschuktschencamp

Heute geht es 60-120 km mit den Schneemobilen ins Wintercamp der Rentierhirten in der Tundra. Am Mittag kommen Sie im Lager der Rentierhirten an und werden in den Jarangas, den tipi-artigen Zelten der Tschuktschen, begrüßt. Je nach Ankunftszeit können Sie Ihren Gastgeber noch auf einem Kontrollgang zur ca. 3000 Tiere starken Herde begleiten oder werden gleich zum Essen – Rentier- und Walfleisch – in den Tschottagin gebeten. Der Tschottagin ist der relativ kühle unbeheizte Raum der Jaranga, wo gekocht und gegessen wird. Zur Nachtruhe ziehen Sie sich in den Polog zurück, den mit Fellen umschlossenen abgetrennten Schlaf-Bereich der Jaranga, wo auf einer Fläche von 2,5x2 m bis zu 5 Personen nächtigen. Die dicken Rentierfelle des Pologs isolieren so gut, daß Ihre Körperwärme und zwei entzündete Kerzen ausreichen, die Raumtemperatur auf +20°C zu bringen, während es draußen in der Tundra -40 °C sind. Übernachtung in der Jaranga. (F/M/A)

9. Reisetag: Tschuktschencamp

Zeitig am Morgen stehen Sie mit den Hirten auf und gehen gemeinsam zur Rentierherde. Erst danach gibt es Frühstück im Tschottagin. Die Rentierhirten weisen Sie in das Fangen und Anspannen der Rentiere ein. Wenn die Schlitten einsatzbereit sind, brechen Sie zu einer Kundfahrt in die Tundra auf. Zunächst ist Ihr Schlitten an die Schlitten der Tschuktschen angebunden – wer besonders schnell dieses schwierige Gefährt zu meistern lernt, kann auch selbst ans „Steuer“. Den ganzen Tag verbringen Sie mit den Tschuktschen draußen, lernen von ihnen auch das Fährtenlesen in der Tundra oder Eisangeln im nahen Fluss. Übernachtung wie am Vortag. (F/M/A)

10. Reisetag: Amguema

Nachdem Sie sich von Ihren Gastgebern verabschiedet haben beginnt die Rückfahrt mit den Schneemobilen zurück nach Amguema. Einquartierung in der Ihnen bekannten Unterkunft und Banya zur Entspannung. Am späten Nachmittag/Abend Folklorekonzert eines Kinderensembles.    (F/M/A)

11. Reisetag: Egvekinot

Vormittags haben Sie noch einmal die Möglichkeit für einen Rundgang im Dorf bevor es
von Amguema zurück nach Egvekinot geht. Nachmittags Freizeit. Ü in Ferienhäusern (F/M/A)

12. Reisetag: Egvekinot

Heute geht es mit den Schneemobilen raus in die Berge und es besteht die Möglichkeit den Kreuzungspunkt des Polarkreises mit dem 180. Meridian (Datumsgrenze) zu besichtigen. Übernachtung in den bekannten Ferienhäusern. (F/M/A)

13. Reisetag: Uelkal

Nun besteigen Sie wieder Ihre Schneemobile und es geht zurück nach Uelkal. Unterwegs besichtigen Sie eine imposante Radar-Abhöranlage aus dem kalten Krieg. In Uelkal erhalten Sie im Kulturhaus abends Gelegenheit, das lokale Tanzensemble zu bewundern und können mit den Tschuktschen zusammen in ihre traditionellen Tänze einstimmen. Übernachtung im Kulturhaus. (F/M/A)

14. Reisetag: Anadyr

Weiter entlang der nun schon bekannten Route fahren Sie mit den Schneemobilen die 170 km durch die Tundra zurück in die Hauptstadt Anadyr und genießen die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Großes Abschieds-Abendessen mit Ihrer Begleitmannschaft. Übernachtung im Hotel. (F/M/A)

15. Reisetag: Anadyr

Den größten Teil des Tages verbringen Sie mit den Schlittenhunden. Die erfahrenen Musher Wolodja und Tatjana weisen Sie in den Umgang mit den Hunden, Schlitten und dem Geschirr ein und nehmen Sie mit auf eine kleine Tour. Wer möchte, kann sich dann auch selbst als Hundeschlittenführer versuchen! Am Nachmittag können Sie die lokale Universität besuchen und dort im Gespräch mit den Studenten und beim Kunsthandwerksunterricht einen authentischen Einblick in das unter dem Gouvernement von Roman Abramowitsch neu aufgebaute Bildungssystem Tschukotkas erhalten. Übernachtung im Hotel. (F/M/A)

16. Reisetag: Rückflug via Moskau nach Deutschland

Frühstück und freie Zeit in Anadyr sowie Gelegenheit zum Kauf von Souvenirs. Nach dem Mittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Moskau. Weiterflug von Moskau nach Deutschland am späten Abend. (F/M/-)

Leistungen

Enthaltene Leistungen:

  • Linienflug ab/an Frankfurt mit Lufthansa (andere Abflughäfen auf Anfrage) oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.13)
  • DIAMIR-Tourenleitung
  • tschuktschischer Naturführer
  • Inlandsflüge Moskau - Anadyr - Moskau in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.13)
  • alle Transfers laut Programm
  • 1 Tag Hundeschlittenexkursion
  • 8 Tage Skidoo-Tour (2er-Besatzung)
  • 2 Tage Raupenfahrzeuge oder Allradbusse
  • Ausrüstung: Winteroverall, Sturmhaube, Handschuhe, Stiefel, Sturzhelm
  • Einladungsschreiben für Russlandvisum
  • alle Eintrittsgelder laut Programm
  • 4 Ü im Hotel im DZ, 4 Ü im Ferienhaus, 4 Ü in Gemeinschaftsunterkünften, 2 Ü im Tschuktschenzelt (Jaranga)
  • Mahlzeiten: 14xF, 15xM, 14xA (Mittag oft als Lunchbox)
  • Trekkingsack

Nicht enthaltene Leistungen:

Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum (ca. 90 €, abweichend für Österreicher und Schweizer); Flughafengebühren im Reiseland; optionale Ausflüge; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.13; Trinkgelder und Persönliches

Teilnehmerzahl

  • Mindestens 10 Teilnehmer
  • Höchstens 12 Teilnehmer

Termine & Preise

Zusatzkosten:

  • EZ-Zuschlag: (nur in Anadyr möglich) 500 €
  • Skidoo zur Alleinnurtzung nach Verfügbarkeit auf Anfrage
  • Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage

 

Diese Reise kann auch privat für Sie und Ihre Freunde zu Ihrem Wunschtermin durchgeführt werden. Wir prüfen gerne die Verfügbarkeit und machen Ihnen ein individuelles Angebot.

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Reiseteilnehmer Nr. 2

 
 

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Generelle Hinweise

Anforderungen:

Die Tour nach Tschukotka trägt Expeditionscharakter und stellt hohe körperliche Anforderungen hinsichtlich Ausdauer und Kraft beim Lenken der Schneemobile. Für die bis zu 12-stündigen Fahrten bei bis zu -40°C und für die Tundrawanderungen sind eine gesunde Portion „touristische Härte“ mitzubringen. Die gestellte Ausrüstung (Overalls, Handschuhe, Stiefel etc.) ist den Temperaturen angepasst, so dass Sie sich keine weitere spezielle Kleidung zulegen müssen.

Hinweise:

Aufgrund der Abgeschiedenheit Tschukotkas und der Unwägbarkeiten des Wetters hat diese Tour eindeutig Expeditionscharakter. Schneestürme oder eine Verlegung der Winterplätze der Nomaden können eine Änderungen im Programm erforderlich machen, sodass das Tagesprogramm nur als ungefähre Orientierung dienen kann.

Reiseveranstalter: DIAMIR Erlebnisreisen GmbH
(AGBs des Reiseveranstalters)

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