Einmal tief in die Welt der Maya und Azteken eintauchen

Mexico

Begleiten Sie uns in das Land der Maya und Azteken und erkunden Sie die Heimat von Tacos und Toreros, von Tequila und Mariachis. Erleben Sie die eindrucksvollen Zeugnisse vergangener Kulturen sowie die lebenslustigen Bewohner des heutigen Mexiko. Die Besichtigung der pulsierenden Riesenmetropole Mexiko-Stadt, mit dem lebhaften Hauptplatz Zócalo und buntem Treiben auf den Märkten bildet den Auftakt dieser abwechslungsreichen Reise. Sie besuchen die weltbekannten Ruinenstätten von Teotihuacán, Palenque, Calakmul und Chichén Itzá und erkunden zu Fuß die sagenhaften Stadtzentren der Kolonialstädte von Puebla, Oaxaca, San Cristóbal de las Casas und der „weißen“ Stadt Mérida. Am Berg Malinche und in den Wäldern der Sierra Madre stehen mehrere kleine Wanderungen auf dem Programm, bei denen Sie die Flora und Fauna der Chiapas-Region kennenlernen und die Natur genießen können. Sie unternehmen noch einen Ausflug in das faszinierende Dschungelgebiet der Selva de Lacandona, bevor die Reise am herrlichen Strand der Riviera Maya ausklingt.

Reisehöhepunkte

  • Erkundungen in der Metropole Mexiko-Stadt
  • Ausflug zu den Pyramiden von Teotihuacán (UNESCO)
  • Wanderungen am Vulkan Malinche
  • Besichtigung der Perle kolonialen Erbes: Puebla
  • Oaxaca – „die Schönste“ und Monte Alban (UNESCO)
  • Auf den präkolumbianischen Spuren der Zapoteken, Mixteken, Tolteken, Olmeken und Azteken
  • Palenque, Edzna, Calakmul, Uxmal, Yaxchilán und weitere beeindruckende Maya-Stätten
  • Bootsfahrt durch den Sumidero-Canyon
  • Mérida – die koloniale Hauptstadt Yucatáns
  • Maya-Ruinen im legendären Chichén Itzá (UNESCO)
  • Option: Verlängerungsmöglichkeit an Karibikstränden

Bildergalerie

Reiseverlauf

1.Reisetag: Mexiko-Stadt

Leicht geänderter Tourenverlauf in 2014. Saison 2013 bitte auf Anfrage!
 


Ankunft in einer der interessantesten Großstädte der Welt. Ihr Reiseleiter oder ein Abholer empfängt Sie am Flughafen. Transfer ins Hotel im Zentrum der Stadt. Übernachtung im Hotel. (-/-/-)

2.Reisetag: Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt wartet auf Sie! Tauchen Sie ein in die Millionenmetropole, die größte Stadt der Welt - Gewaltige Pyramiden, fabelhafte Barockkirchen und mit etwas Glück der Blick auf den schneebedeckten Popocatepetl. Ihre Gründung verdankt die Metropole einer Legende nach dem Kriegs- und Sonnengott Huitzilopochtli. Dieser habe den nomadischen Azteken befohlen an jener Stelle eine Stadt zu gründen, an der sie einen Adler fänden, der auf einem Kaktus sitzend eine Schlange verspeise. Aztekischen Aufzeichnungen zufolge war dies der Fall im Jahr 1325 - Mexiko Stadt wurde auf einer Insel im Texcoco-See unter dem Namen Tenochtitlán gegründet. Heute bilden Adler, Schlange und Kaktus das zentrale Motiv der mexikanischen Flagge. Zunächst besuchen Sie den Präsidentenpalast, den "Palacio Nacional". Das monumentale Gebäude ist seit 1821 Sitz der Regierung und Herzstück der mexikanischen Demokratie. Über eine Länge von 200 m dominiert es die Ostseite des Zocalos. Wären Sie bereits um 6 Uhr in der Früh auf dem riesigen Platz vor dem Palast, könnten Sie das Hissen der Nationalflagge verfolgen - ein mit Marschmusik untermaltes Spektakel. Ihr Rundgang im Präsidentenpalast führt Sie weiter zu den berühmten und ausdrucksstarken Wandmalereien Diego Riveras zur leidvollen Geschichte Mexikos. Überqueren Sie den gewaltigen Zocalo, offiziell "Platz der Verfassung" genannt. Vor der Eroberung durch die Spanier befand sich hier das Zentrum der Stadt Tenochtitlán, das 1521 von Hernán Cortés nach Einnahme der Stadt komplett zerstört wurde. Dort wo einst der wichtigste aztekische Tempel, der Palast von Moctezuma II., gestanden hatte, ließ er neue Gebäude sowie eine kleine Kirche errichten. Rund um den großen quadratischen Platz pulsiert heute das Stadtleben. An der Nordseite des Platzes erreichen Sie die prächtige Kathedrale Metropolitana - auf Sand und den Pyramiden der ursprünglichen Bevölkerung Mexikos errichtet, wirkt sie monumental und doch zerbrechlich. Das 1573 bis 1667 erbaute barocke Gotteshaus zählt zu den größten Kirchen Lateinamerikas. Die wuchtige, graue Fassade und die Glockentürme sind sehr beeindruckend. An der Nordostseite des Zócalo, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, besichtigen Sie die Überreste der früheren Aztekenhauptstadt Tenochtitlán. Die Grundmauern des Haupttempels "Templo Mayor" wurden erst 1978 bei Ausschachtungsarbeiten gefunden, als eine ca. 8 Tonnen schwere Steinscheibe mit der Abbildung der Mondgöttin Coyolxauhqui zum Vorschein kam. Der Templo Mayor war mit einer Höhe von gut 60 Metern das höchste Gebäude der aztekischen Hauptstadt. Xochimilco ist ein beschaulicher Stadtteil im Süden von Mexiko Stadt. Der Name entstammt der Nahuatl-Sprache und bedeutet übersetzt "Ort an dem die Blumen wachsen". Im 14. Jahrhundert n. Chr. legten die Azteken auf dem Texcoco-See Kanäle an, entlang derer mit Blumen und Gemüse bepflanzte Flöße befestigt wurden. Durch diese künstlich geschaffenen Anbauflächen sollte die schwierige Versorgungslage der 20 km entfernten Aztekenhauptstadt Tenochtitlán sichergestellt werden. Die Kanäle der schwimmenden Gärten, haben eine Gesamtlänge von mehr als 150 km und gleichen einem botanischen Labyrinth. Besuchen Sie das alte, denkmalgeschützte Stadtviertel von San Ángel im Südwesten von Mexiko Stadt. Berühmt wegen seiner typisch mexikanischen Architektur und den vielen Galerien bekannter und aufstrebender Künstler, bezaubert das Kolonialviertel durch seinen unvergleichlichen Charme. Im Zentrum von San Ángel befand sich ursprünglich ein Karmeliterkloster, das im 17. Jahrhundert gegründet wurde und dessen Überreste heute als Museum dienen. Danach besuchen Sie das berühmte Museo Nacional de Antropologia. Vor dem Eingang des Museums erwartet Sie der 165 Tonnen schwere Monolith des Regengottes Tlaloc. Als diese Statue aus dem Osten des Hochtals nach Mexiko-Stadt transportiert wurde, regnete es trotz Trockenzeit in Strömen - ein Protest der Gottheit? Jede der 12 Ausstellungshallen ist einer präkolumbischen Kulturgruppe Mexikos gewidmet. Lassen Sie sich inspirieren und erforschen Sie die Präklassik Mexikos, Artefakte aus Teotihuacán, die Kultur der Tolteken, Azteken sowie die der Zapoteken, Olmeken und der Maya. Um viele Erfahrungen und Impressionen reisen Sie weiter nach Puebla. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

3.Reisetag: Mexiko-Stadt - Teotihuacán - Puebla

Sie beginnen den Tag mit der Besichtigung der Basilicas de Guadalupe. An der Plaza de las Américas stehen die alte wie die neue Basilika direkt nebeneinander. Gehen Sie hinüber zu der neuen Basilika, einem modernen ovalen Rundbau. Die Kirche kann 20.000 Gläubige beherbergen und ist der bedeutendste Wallfahrtsort Lateinamerikas. Er ist der Jungfrau von Guadalupe geweiht, einer der wichtigsten Schutzheiligen Mexikos. Jeden 12. Dezember pilgern viele Tausend Gläubige auf Knien über den Kirchenvorplatz zur Kirche - ein Zeichen der Verehrung und Dankbarkeit. Der Umhang der Jungfrau ist in der neuen Basilika zu besichtigen - sicherlich ein spiritueller Höhepunkt Mexikos. Fahrt von Mexico-Stadt nach Teotihuacán. Besuch der gewaltigen Pyramidenanlage von Teotihuacán. In der von Bergen umgebenen Hochebene tauchen die Pyramiden der Sonne und des Mondes wie natürliche Anhöhen auf. Teotihuacán wurde 1988 von der UNESCO in die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter aufgenommen. Sie war die erste Stadt der "Neuen Welt". Zwischen 250 v. Chr. und 700 n. Chr. erbaut, wohnten zur Zeit ihrer Blüte etwa 125.000 bis 250.000 Menschen in rund 2.300 Wohnkomplexen. Erst wenn Sie die gewaltige - 1 km lange - "Straße der Toten" entlang laufen, werden Ihnen die Dimensionen dieser Anlage bewusst. Teotihuacán hatte seinen religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Höhepunkt bereits zwischen 500 und 800 nach Christus. Der Einfluss der Erbauer von Teotihuacán reichte bis nach Guatemala. Es handelte sich um eine blühende Handelsmetropole und ein religiöses Zentrum. Aus bis heute unerfindlichen Gründen wurde die Stadt niedergebrannt. Als die Azteken auf ihren Streifzügen um den Texcoco-See die Siedlung entdeckten, fanden sie eine bereits seit mehreren hundert Jahren verlassene Geisterstadt vor. Experten glauben, dass die ursprünglichen Erbauer der Stadt vor 2.000 Jahren aus dem Norden kamen. Ihre Kultur basierte auf der Verehrung des Regengottes. Weiterfahrt nach Puebla. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

4.Reisetag: Puebla - Malintzi - Puebla

Am Morgen verlassen Sie Mexiko-Stadt Richtung Puebla. Bei der Anfahrt sehen Sie bei entsprechender Wetterlage die beiden Vulkane Popocatépetl 5.452 m (rauchender Berg) und Ixtacíhuatl 5.230 m (schlafende Frau); aufgrund ihrer Höhe gehören sie zu den wenigen vergletscherten Gipfeln in der neotropischen Region Nordamerikas. Schließlich erreichen Sie die Umgebung des Vulkans La Malinche. Von dem Ort Malintzi aus starten Sie Ihre Wanderung auf einer Höhe von 3.100 m. Entsprechend der Konstitution der Wanderer sowie der Wetterlage wählen unsere lokalen Führer die Route aus. Durch den Ocote-Wald erreichen wir die offenen sandigen Graslandschaften, die uns vereinzelt den Blick auf die Oberseite des Berges freigeben. Die Luft ist in diesen Höhen dünner und daher bewegen Sie sich nur langsam vorwärts. Die fast alpinen Züge mit den höchstgelegenen Pinienwäldern der Erde beeindrucken ebenso wie die endemische Vulkan-Fauna und die Panorama-Ausblicke auf die Senken von Huamantla und Apizaco. In den weitläufigen Kieferwäldern können Sie Kaninchen, Eichhörnchen und kleine Eidechsen beobachten. Unser lokaler Führer kann unterschiedliche Heilkräuter ausdeuten und steht Ihnen während der Wanderung immer hilfreich zur Seite. Auf der ca. 3-stündigen Wanderung überbrücken Sie bis zu 350 Höhenmeter. Am Ende der Wanderung erwartet Sie Ihr Fahrzeug und bringt Sie zurück nach Puebla. Freuen Sie sich auf die Stadtbesichtigung der "kolonialen Perle" Puebla. Die Architektur der kolonialen Stadt wird insbesondere durch die farbenprächtigen Talavera-Kacheln bestimmt, die in der ganzen Region reizvoll Verwendung fanden und mit immer neuen Designs auch heute noch begeistern. Viele der Häuserfassaden sind mit diesen herrlichen Kacheln - ehemals kamen sie aus Spanien - gefliest. Die schönsten Sehenswürdigkeiten Pueblas liegen nicht weit entfernt vom Zócalo und sind in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen. Sie besuchen zunächst die Plaza de la Constitución. Als einer der größten und schönsten Plätze Mexikos ist er von vielen Arkaden umgeben. Natürlich findet man hier auch die Kathedrale der Stadt, mit deren Bau man bereits 1575 begann. Der Besuch ist sehr interessant, da die Kirche ausdrucksvoll im Stil des mexikanischen Barocks erbaut wurde. Zu dem Besuch von Puebla gehört auch die Geschichte zur Entstehung der berühmten "Mole", einer Spezialität der regionalen Küche und jetzt in ganz Mexiko beliebt. Von Nonnen vor unzähligen Dekaden zum bischöflichen Besuch kreiert, ist die dickflüssige Schokoladensauce "mole poblano" eine Köstlichkeit aus unzähligen Gewürzen, Kräutern und ... Schokolade. Das Originalrezept ist bis heute ein wohlgehütetes Geheimnis. Übernachtung wie am Vortag. (F/-/-)

5.Reisetag: Puebla - Oaxaca

Heute Morgen fahren Sie zu einer Stippvisite in den Botanischen Garten von Zapotitlán. Der "Jardín botánico" in Zapotitlán Salinas ist kein Garten im üblichen Sinne, sondern eine naturbelassene Landschaft, die Sie über Treppen und Wege erkunden können. Umgeben von meterhohen Säulenkakteen, Palmen und Elefantenfußbäumen haben wir nach dem Rundgang ein Picknick für Sie vorbereitet. Von der Spitze des Hügels hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung. Am Nachmittag geht die Reise weiter über die Höhen der Sierra in die Kolonialstadt Oaxaca. Übernachtung im Hotel. (F/M/-)

6.Reisetag: Oaxaca

Besuch des mächtigen Monte Albán. Sie werden von diesem Ort fasziniert sein. Selbst bei Anwesenheit von vielen Besuchern liegt noch eine seltsam anmutende Stille über diesem verzaubernden Ort. Kommen Sie mit in die Welt der Zapoteken und Mixteken. Die grandios auf einem künstlich abgeflachten Hügelrücken gelegenen Ruinen sind von einem Kranz aus Terrassen, Häusern, Tempeln und Gräbern an den Hängen des Berges umgeben. Hier lebte einst die einfache Bevölkerung. Der gewaltige Tempelberg war mehr als 1.000 Jahre besiedelt, bevor er um 900 von den Zapoteken aufgegeben wurde. In seiner Blütezeit (500-800 n. Chr.) soll das Zentrum ca. 50.000 Einwohner gezählt haben. Im 10. Jh. eroberten die Mixteken Teile des Staates Oaxaca und den Monte Albán. Die Aufgabe Monte Albáns muss man wohl endlich in Verbindung mit dem Eindringen der Mixteken sehen, deren Waffen die Mitglieder der örtlichen Dynastie zum Opfer gefallen sind. Ohne ein abhängiges Hinterland war ein Zentrum wie Monte Albán nicht mehr zu halten. Sie besuchen dann Oaxaca. Zunächst steht die prachtvolle Kirche Santo Domingo sowie das Museo Regional de Oaxaca auf dem Programm. Erst im Jahre 1535 kamen die Dominikaner nach Oaxaca, und 1556 begannen sie mit dem Bau eines großen Klosters mit der dazugehörigen Kirche. Die mächtigen Wände und angesetzten Sporen machen den Kirchenbau trotz seiner schweren Tonnendecke und des Kuppelaufsatzes nahezu erdbebensicher. Das Kloster mit seinem herrlichen Treppenhaus, den Spuren von Wandfresken und den Resten des großzügig überdachten Brunnens im Innenhof beherbergt heute das Museum. Zu den sicherlich beeindruckendsten Funden gehören die Goldarbeiten aus dem Grab 7 (1250-1480) von Monte Albán. Aus Halbkugeln zusammengesetzte Perlen, Glöckchen, tropfenförmige Anhänger sowie kleine Blüten und Knospen aus dem edlen Metall gehören zu den einfacheren Formen. Menschen- bzw. Götterköpfe, teilweise in verlorener Form gegossen und mit filigran aufgesetzten Details verziert, zählen zu den Meisterwerken der mixtekischen Goldschmiedekunst. Aber nicht nur Edelmetall wurde hoch geschätzt, sondern auch grünes Gesteinsmaterial als Symbol des Lebens; aus Jadeit, Serpentin oder Türkis. Nachdem Sie sich lange in den Schatzkammern des Museums aufgehalten haben, schlendern Sie durch die wunderschönen und sehr romantisch angelegten Gassen und besuchen den bunten Markt Mercado Juárez. Lassen Sie sich bezaubern von der Farbenvielfalt dieser Stadt und ihren Menschen. Übernachtung wie am Vortag. (F/-/-)

7.Reisetag: Oaxaca - Tule - Mitla - Santa Catarina Ixtepeji - Oaxaca

Zwischen Oaxaca und Mitla befindet sich die beschauliche Gemeinde Santa María del Tule. Im Zentrum der Ortschaft besuchen Sie neben der kleinen Kirche den gewaltigen Ahuehuete-Baum, der im Laufe seiner ca. 2.000 Lebensjahre einen Umfang von mehr als 36,2 m erreicht hat. Der selbstgemachte Likör der Klosterfrauen vor den Toren der Kirche ist ein wahrer Geheimtipp. Im Anschluss besichtigen Sie die archäologische Stätte von Mitla. Die Bedeutung des "Ortes der Toten" ist bis heute nicht geklärt und macht deutlich, wie viel Wissen sich im Dunkel der Geschichte verliert. Die Gebäude wurden wohl vollständig von den Zapoteken erbaut; insbesondere die Säulengruppe mit dem Patio de las Grecas zählt zu den Höhepunkten der vorspanischen Architektur in Mexiko. Mitla war Sitz "des großen Sehers" und somit für viele Jahre das religiöse Zentrum der Zapoteken. Heute besticht die Umgebung Mitla's mit den pittoresken Kleinmärkten, die insbesondere Webarbeiten anbieten. Von Oaxaca aus fahren Sie ca. 30 km gen Norden Richtung Tuxtepec in die östliche Sierra Madre im Norden des Bundesstaates Oaxaca. In La Cumbre angekommen betreten wir das ökologische Reservat, das von einer Kooperative aus Santa Catarina Ixtepeji geleitet wird. Unsere Begleiter kommen aus den angrenzenden Gemeinden und kennen sich hervorragend mit der heimischen Fauna und Flora aus - viele der Pflanzen werden als homöopathische Hausmittel und als Naturmedizin schon seit vielen hundert Jahren verwendet. Hier, auf einer Höhe von 2.900 Metern, beginnt unsere Wanderung zum Pelado Chiquito. Zunächst geht es auf einem schmalen Pfad durch dichte Kiefer- und Eichenwälder gen Westen. Neben wilden Lilienarten, Bromelien und vielen unterschiedlichen Kräutern ist hier auch die Heimat der endemischen Vogelart Bronzetrogon, dessen spanische Bezeichnung Pájaro Bandera (Fahnenvogel) auf seine der mexikanischen Flagge gleichende Färbung verweist. Die Trogone verbringen den größten Teils des Tages auf Bäumen und gehören zu den farbenprächtigsten Vögeln überhaupt. Einige Arten der Trogone sind stark gefährdet durch die Zerstörung ihres Lebensraumes. So unter anderem der Quetzal, der Nationalvogel von Guatemala. Je mehr wir an Höhe gewinnen, umso mehr lichtet sich der Wald, bis wir schließlich einen freien Blick auf die umliegenden Berggipfel und Täler der Sierra Madre Oriental genießen können. Bei gutem Wetter kann man sogar den Pico de Orizaba sehen, den höchsten Berg Mexikos mit 5610 m. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir schließlich den Aussichtspunkt des Pelado Chiquito's auf einer Höhe von 3400 Metern. Wer nicht so gut zu Fuß ist, fährt von La Cumbre aus noch 3,5 km in das Reservat hinein und beginnt hier eine weniger anstrengende und steile Wanderung zu dem kleinen Ranchhotel der Kooperative. Diese Wanderung geht nur über ca. 400 Höhenmeter und ca. 3 km Länge, führt aber auch durch die Wälder des nördlichen Oaxacas. Ein Begleiter aus Santa Catarina Ixtepeji steht uns auch hier wieder mit Rat und Tat jederzeit zur Seite. Schließlich treffen sich beide Gruppen wieder am kleinen Hotel Las Cabañas und gemeinsam fahren wir zurück zu dem Eingang des Reservates, wo ein Abendessen auf uns und unsere Reiseführer wartet. Auf der Speisekarte steht einfaches, aber sehr gutes Essen - Suppen, Kaffee, Kakao, Burritos und leckere Quesadillas. Übernachtung wie am Vortag. (F/M/-)

8.Reisetag: Oaxaca - Playa Cangrejo - Tehuantepec

Sie verabschieden sich von Oaxaca und fahren in den Bundesstaat Chiapas. Auch wenn die längste Tagesetappe vor Ihnen liegt, so ist die Fahrt doch faszinierend und abwechslungsreich. Landschaftlich gehört Chiapas zu den schönsten Bundesstaaten Mexikos. Die Sierra Madre del Sur begrüßt Sie farbenfroh: Bunte Wildblumen überraschen am Wegrand mit ihrer üppigen Pracht. Langsam ändert sich das Klima und die Umgebung wechselt ins Subtropische. Genießen Sie einen kurzen Halt an der Playa Cangrejo. Kilometerweit säumt dieser Pazifik-Strand die weit geschwungene Bucht. In dem kleinen Restaurant direkt am Meer - eine offene Las Palapas-Hütte - gibt es die besten Meeresfrüchte in ganz Oaxaca. Alternativ genießen Sie bei entsprechender Wetterlage ein erfrischendes Bad im Pazifik oder erholen Sie sich auf einem Spaziergang im Sand. Schließlich erreichen Sie Tehuantepec. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

9.Reisetag: Tehuantepec - Sumidero-Canyon - San Cristóbal de las Casas

Am Morgen starten Sie zu einer Bootsfahrt durch den berühmten Sumidero-Canyon. Die Fahrt führt durch die tief eingeschnittene Schlucht des Río Grijalva. Mit seinen steilen, bis zu 1000 m in die Höhe ragenden Wänden, werden Sie an nordische Fjorde erinnert. Hohe Wasserfälle mit üppig überwuchernden Farnen und Moosen überraschen durch ihre Vielfalt. Tropische Vegetation und exotische Tiere wie Mini-Alligatoren, Tukane, Pelikane und Reiher leben im Sumidero Nationalpark. Anschließend fahren Sie durch das Bergland Chiapas' nach San Christobal de las Casas. Auf einer Höhe von 2783 m wartet in San Christobal de las Casas ein angenehm kühles Klima auf Sie. Die Stadt wurde im März 1528 mit dem Namen Chiapa de Españoles gegründet. Seit 1844 trägt sie im Gedenken an den bedeutenden Pater Bartolome de las Casas ihren heutigen Namen. Während einer Stadtbesichtigung lernen Sie die Stadt kennen. Der Zócalo ist - wie so oft in Mexiko - Mittelpunkt der Altstadt. Noch bis Beginn unseres Jahrhunderts diente er als Markt und bildet heute mit seinen Bäumen den ruhenden Pol der Innenstadt. Überragt wird er von der Kathedrale, deren Grundstein bereits mit der Stadtgründung 1528 gelegt wurde. Westlich der Plaza steht der Palacio Municipal mit seiner weißen Fassade, dessen Innenräume im Januar 1994 während des Aufstandes der Zapatisten von der Freiheitsarmee besetzt wurden. Weiterhin besichtigen Sie das schönste Bauwerk San Christobals, die Kirche Iglesia del Convento Santo Domingo. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

10.Reisetag: San Cristóbal de las Casas - Tal von Zinacantán

Sie erkunden das Umland von San Cristóbal de las Casas auf einer Wanderung von Chamula nach Zinacantán. Über die Anhöhen bei Chamula und durch mehrere kleinere Waldstücke erreichen Sie das Tal von Zinacantán, das durch seine Kunsthandwerker und die dort lebenden Chiapas-Indianer bekannt ist. Die Region ist sehr fruchtbar und der Weg führt Sie vorbei an Feldern mit Gewürzen, Zitruspflanzen, Blumen und Kürbisgewächsen zum Zentrum der kleinen Ortschaft. Schließlich endet Ihre Wanderung im Zentrum von Zinacantán mit dem Besuch der mächtigen Kolonialkirche. Im Anschluss sind Sie Gast in der kleinen Weberei dreier Schwestern. Bei frisch zubereiteten Tortillas erfahren Sie mehr über das Leben in Zinacantán und die Webkunst der engagierten Unternehmerinnen. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 3h, 150 m↑). (F/-/-)

11.Reisetag: San Cristóbal de las Casas - Misol-Ha - Palenque

Besuchen Sie den Wasserfall von Misol-Ha, nur ca. 50 km südwestlich von Palenque gelegen. Über eine steile Felswand fällt das Wasser ca. 30 m in ein von dichtem Dschungel umstandenes Becken; in dem Pool darf man auf eigene Gefahr auch baden. Das Wasser des Río Santo Domingo fließt schließlich über ein Labyrinth großer Findlinge auf der Nordseite des Beckens ab. Die undurchdringliche Vegetation, das Spiel der Schatten durch die hohen Baumwipfel und die vielen unbekannten Geräusche des Dschungels machen den Besuch zu einem mystischen Erlebnis. Ein Wanderweg führt zum und hinter den Wasserfall - aber Vorsicht, wer sich in die Höhle hinter den Wasserfall wagt, wird nass; der feine Niesel durchnässt die Kleidung in Sekunden. Misol-Ha, "Fallendes Wasser" gehört zu den mehr als 500 Katarakten im wasserreichen Bundesstaat Chiapas. Sie fahren weiter bis Palenque. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

12.Reisetag: Palenque - Yaxchilán - Bonampak - Palenque

Ihr Ziel ist Yaxchilán, das am Usumacinta-Fluss mitten im Urwald direkt an der Grenze zu Guatemala liegt. Von Frontera Corozal aus erreichen Sie nach ca. 1 Stunde Bootsfahrt die Ruinenstätte. Yaxchilán, die "Stadt der grünen Steine", wie sie auch genannt wird, gehört zu den faszinierendsten archäologischen Stätten in der Maya-Welt. Während ihrer Blütezeit im achten Jahrhundert unserer Zeitrechnung beherrschte sie nicht nur Palenque, sondern auch Tikal in Guatemala und Copán in Honduras. Sie erstreckt sich 1,5 Kilometer am Flusslauf entlang über hohe Hügel weit ins Landesinnere hinein. Heute ist nur noch ein kleiner Teil zu sehen. Berühmt ist die Stadt wegen ihrer Stelen, Reliefs und Skulpturen. Die Große Akropolis erhebt sich auf einer schwer zu besteigenden Anhöhe. Dazu gehört der Palast des Königs. Erst 1974 wurde die Hieroglyphentreppe mit 13 Paneelen entdeckt, von denen elf Ballspielszenen zeigen. Noch weiter aufwärts gelangt man zu einer weiteren Reihe von Bauten, die einst über eine große Freitreppe mit einer 100 Meter tiefer liegenden Plattform verbunden waren. Über den mit Türbalken verzierten Eingängen befinden sich Nischen, in denen einst Steinfiguren saßen. Eine ca. einstündige Bootsfahrt bringt Sie nach Frontera Corozal und weiter geht die Fahrt bis Bonampak. Besuchen Sie die Ruinenstätte von Bonampak im Selva de Lacandona (Regenwald der Lakandonen). Über Jahrzehnte war Bonampak nur mit einem kleinen Flugzeug zu erreichen; die Piste am Rande der Anlage ist heute noch in Betrieb. Inzwischen gelangt man auch über eine gut ausgebaute Landstraße zu den Ruinen. Für die Lakandonen - die Männer tragen traditionell weiße lange Hemden und lange Haare - bringt die touristische Erschließung Vorteile, weil sie in die örtlichen Reiseprojekte eingebunden und beteiligt werden. Sie passen sich der Entwicklung an - laufen aber gleichzeitig Gefahr, ihre jahrhundertealte Kultur mit ihren Traditionen und Bräuchen zu verlieren. Bonampak ist schon wegen der Wandmalereien im so genannten "Tempel der Bilder" faszinierend. Die drei Räume des Tempels sind vollständig bemalt. Sie zeigen Szenen aus der klassischen Maya-Periode und sind thematisch gegliedert. So sind zum Beispiel Würdenträger bei einer Zeremonie zu sehen, aber auch Kampfszenen und die Opferung eines Gefangenen sowie die Vorbereitung eines Festes. Eine Rekonstruktion des Tempels und Reproduktionen der Bilder - von der deutschstämmigen Malerin und Schülerin von Frida Kahlo, Rina Lazo, die auch die Bilder im Tempel restauriert hat - sind im Nationalen Anthropologischen Museum in Mexiko Stadt zu besichtigen. Die wesentlichen Gebäude der Anlage (Grupo Frey) stehen im Norden auf einem Hügel mit künstlichen Terrassen. Im Süden liegt die Akropolis, im Westen die kleine Gruppe "Grupo Quemado". Sie fahren anschließend zurück nach Palenque. Übernachtung wie am Vortag. (F/-/-)

13.Reisetag: Palenque - Becán - Chicanná

Mit dem Besuch von Palenque erwartet Sie ein ganz besonderes Erlebnis. Von der Siedlung Palenque aus fahren Sie über eichenbestandene Hügel dem undurchdringlichen Dschungel entgegen. Je weiter Sie kommen, umso geheimnisvoller wirkt die Landschaft. Schließlich erreichen Sie den dichten Urwald und die schönste Ruinenstadt Mexikos liegt vor Ihnen. Um 300 v. Chr. gegründet, stand Palenque im 7. und 8.Jh. n. Chr. in seiner vollen Blüte. Alle heute noch zu sehenden Gebäude stammen aus dieser Periode. Somit war Palenque eine der ersten Stätten der klassischen Mayaperiode, die aus unerklärlichen Gründen aufgegeben wurden. Bevor der legendäre, jedoch historisch beweisbare König Pacal über Palenque regierte, war der Ort nur eine kleine unbedeutende Kultstätte. Erst Pacal (Schutzschild) und sein Sohn und Nachfolger Chan-Bahlum (Jaguar-Schlange) verschafften der Stadt eine herausragende politische und wirtschaftliche Position. Der "Tempel der Inschriften" beeindruckt mit mehr als 620 Hieroglyphen und erzählt uns die Geschichte Pacals von seiner Thronbesteigung im Jahre 615 nach Christus. Fast 70 Jahre lenkte der mit 12 Jahren Gekrönte die Geschicke Palenques. Die Entdeckung seines Grabes in einem ihm zu Ehren errichteten Tempel war eine wahre Sensation. 1949 fand Alberto Ruz L`Huiller heraus, dass die Wände des Tempels der Inschriften weiter in den Boden hineinreichten als er zunächst vermutet hatte. In einer Steinplatte waren künstlich angebrachte Löcher zu finden, mit denen man die Platte entfernen konnte. L`Huiller stand vor einem verschütteten, abwärts führenden Treppengang. Nach schwierigen Aufräumarbeiten wurde 1952 der 5 Tonnen schwere Steindeckel von Pacals Sarkophag gehoben. Wunderschöne kunstvolle Dekorationen am Sarkophag erzählen von Pacals Weg in die Unterwelt. Im Innern des Sarges befand sich das mit Jade geschmückte Skelett Pacals. Lassen wir uns weiter verzaubern von den Geschichten der Herrscher und ihren Bauten. Sei es der große Palast mit seinem hohen Turm, dem Observatorium, oder dem südöstlichen Teil inklusive der Dampfbäder, Bänke und Schlafstätten. Diese Wohnräume waren der Elite vorbehalten und beeindrucken noch heute durch ihren Ideenreichtum und den Luxus der vergangenen Epoche. Ebenso beeindruckend der Sonnentempel wie der Nordtempel mit seinen Stucküberresten und kriegerischen Szenen. Danach gehen Sie wenige Meter in den Dschungel hinein und entecken die Grabstätte von Pacals Frau, Ahpo-Hel. Anschließend fahren Sie nach Becán, einer der eindrucksvollsten archäologischen Stätten der Halbinsel Yucatán. Als ein religiöses und politisches Zentrum bietet Becán viele interessante Gebäude und Pyramiden, die Sie heute besuchen. Die Ruinen von Becán liegen noch im Bundesstaat Campeche, nur wenige Kilometer von der Kreisstadt Xpujil entfernt. In der klassischen Periode bildete Becán lange das religiöse und politische Zentrum der Region und dominierte auch den regionalen Handel. Ein Großteil der Stadt ist von einem künstlichen Burggraben mit sieben Brücken umgeben - die zusätzliche Stadtmauer erreicht eine Höhe von bis zu 4 Metern. Das Ensemble gilt somit als das älteste architektonische Verteidigungssystem Mexikos. Das Zentrum von Becán ist von verschiedenen Gebäuden der Oberen Bürger umgeben. Der Palast wird von einer riesigen Maske an der Vorderseite geschützt und wird mit großen Türmen abgeschlossen. Die 9 inneren Räume sind lichtlos, die Dunkelheit und Isolation dienten wohl religiösen Zwecken. Im Südteil des Palastes wurde vor nicht allzu langer Zeit die Maske des Sonnengottes Kinichna entdeckt. Diese Maske ist zwar kleiner als die Maske von Kolhunlich, dafür aber perfekt erhalten. Sie können sie in einem klimatisierten Raum im Glanz ihrer Originalfarben bewundern. Die ersten Einwohner sind um ca. 500 v. Chr. in Becán sesshaft geworden; der erste Höhepunkt der Stadt war ca. 200 Jahre später. Während dieser Zeit wurde ein starker Handel mit Teotihuacán und den Einwohnern rund um Chetumal und dem Nordosten Campeches betrieben. 500 n. Chr. wuchs die Anwohnerzahl nochmals an und es wurden viele neue Gebäude errichtet. Das Wachstum stoppte jedoch im 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und im 13. Jahrhundert wurde Becán schließlich vollständig verlassen. Erst 1934 entdeckten Karl Ruppert und John Denison die Ruinenanlage. Sie benötigen ca. drei Stunden, um die Ruinenstätte zu besichtigen. Da sie sich mitten im Dschungel befindet, empfehlen wir Ihnen Wasser, einen Sonnenhut und ein Mückenschutzmittel im Gepäck zu haben. Anschließend fahren Sie nach Chicanná. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

14.Reisetag: Chicanná - Calakmul - Chicanná

Schon am frühen Morgen brechen Sie auf nach Calakmul. Nach Tikal ist sie die zweitgrößte Stadt des Mayareiches. Calakmul liegt im Südosten des Bundesstaates Campeche im gleichnamigen Biosphärenreservat an der Grenze zu Guatemala und ist schlichtweg spektakulär. In der Reserva de la Biosfera de Calakmul wurden zahlreiche Vogelarten registriert, fünf der sechs in Mexiko heimischen Wildkatzen, darunter Jaguar und Puma, durchstreifen die Region. 36 Orchideenarten und acht verschiedene Bromelien wachsen auf den Bäumen, die sich über 30 m hoch in den Himmel recken. Um die Ruinen zu besuchen fahren Sie durch eine urwüchsige Regenwaldkulisse. Der Weg lohnt sich! Überwuchert vom Urwald, haben die meisten Ruinen der archäologischen Stätte ihre Geheimnisse noch nicht preisgegeben. Brüllaffen, Tukane, Papageien und viele andere Tierarten verzaubern den Besucher mit ihrem exotischen Konzert. In Calakmul befindet man sich bereits im so genannten Petén, also dem eigentlichen Ursprungsland der Mayas. Die Ruinenstätte liegt inmitten eines der beiden großen Naturreservate Yucatáns, der Calakmul Biosphere Reserve. Im Jahre 1931 durch den Amerikaner Cyrus Lundell entdeckt, findet man in Calakmul auf über 100 km² fast 6.500 Strukturen, bei denen man davon ausgeht, dass sie über eine Periode von über 1.000 Jahren erbaut wurden. Die meisten der Gebäude kann man der Früh- bzw. der Spätklassik zuordnen, nur wenige von ihnen sind restauriert worden. Sie werden eine oder mehrere der Pyramiden besteigen, um von hier aus den herrlichen Rundblick über das mitten im Urwald gelegene Areal zu genießen. Die stetigen Auseinandersetzungen mit dem knapp 90 km entfernten Tikal im heutigen Guatemala sind kennzeichnend für die geschichtliche Entwicklung von Calakmul. Führend in seiner Rolle war Calakmul in den Jahren zwischen 250 und 690 n. Chr., bekannt als Königreich des Schlangenkopfes. König Garra de Jaguar verlor schließlich, nach langen Konflikten, den Krieg gegen Tikal und der Abstieg Calakmuls war beschlossen. Zwei weitere Dinge zeichnen Calakmul besonders aus: zum einen die sieben in Stein gemeißelten Häftlinge, die sich in stolzer Haltung dem Besucher zeigen, und die schier einmalige Anzahl an Stelen, die sich so in wohl keiner anderen Maya-Stätte wiederfinden. Die Angaben über die Anzahl der leider oft schon stark erodierten Stelen schwanken zwischen 100 und 120. Nachdem Sie die Ruinenstadt ausführlich erwandert haben, kehren Sie am Abend zurück nach Chicanná. Übernachtung wie am Vortag. (F/-/-)

15.Reisetag: Chicanná - Edzna - Campeche

Erstes Tagesziel heute sind die Ruinen von Edzna. Die Ruinenstätte Edzná befindet sich im Nordwesten des Bundesstaates Campeche, ca. 60 km von der Hauptstadt Campeche entfernt. Die Bedeutung des Namens Edzná hat viele Jahre zu kontroversen Ansichten geführt. Übersetzt wurde er mit "Haus der Gebärden" und "Haus des Echos". Mittlerweile spricht man jedoch vom " Haus der Itzáes". Die Ruinenstadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. 400 v. Chr. begann sich Edzná explosionsartig auszubreiten und wurde zu einem Machtzentrum, das weite Teile Yucatáns beherrschte. Zur Versorgung der Bevölkerung wurden hoch entwickelte Systeme geschaffen; Kanäle, die sich über viele Kilometer erstreckten und sowohl für die Trinkwasserversorgung wie auch für die Bewässerung der Felder genutzt wurden. 150 n. Chr. hat die Stadt ihren ersten Zenit erreicht. Man vermutet, dass die Kapazitäten nicht mehr ausreichten, um die Bevölkerung zu ernähren. Eine weitere Rolle könnten Invasionen sowie interne und externe Konflikte gespielt haben. Zwischen 600 und 900 n.Chr. begann die zweite Hochphase der Stadt. Vermutlich durch die Ankunft einer neuen Maya-Gruppe (der Chontales oder Putunes) erlebte die Stadt eine Renaissance und der Handel mit der Puuc-Region und dem Río-Bec-Gebiet blühte auf. Ende des 9. Jahrhundert wurde die Stadt, wie so viele andere Stätten der Maya, aus unbekannten Gründen fast vollständig aufgegeben. Neue Bautätigkeiten zwischen 1200 und 1400 n. Chr. konnten nicht mehr an die Kunst der vergangenen Baumeister anknüpfen und waren von schlechter Qualität. Das schönste Gebäude von Edzná ist sicher das Gebäude der fünf Stockwerke (Edificio de los Cinco Pisos), eines der interessantesten Bauwerke der gesamten Mayakultur. Die Weiterfahrt führt Sie nach Campeche. Der Spanier Hernández de Córdoba setzte als erster Europäer im Jahre 1517 seinen Fuß in die bereits existierende Maya-Stadt mit dem Namen "Platz der Schlangen und Zecken". Einige Jahre später ging hier Hernán Cortés an Land. 1540 wurde das heutige Campeche von den Spaniern gegründet. Schnell entwickelte sich eine blühende, aufstrebende Hafenstadt. Bis in das Jahr 1717 wurde die Stadt immer wieder von Piraten überfallen und auf das Schrecklichste verwüstet. Die häufigen Attacken veranlassten schließlich die spanische Krone, Campeche als erste Stadt Nueva Espanias mit einer wehrhaften Mauer und zahlreichen Bastionen zu umgeben. Heute zählt diese Baluarte - wie sie von den Mexikanern genannt wird - zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wird auch von Ihnen bei einem kleinen Rundgang besucht. Innerhalb dieses Gürtels liegen die schönsten und liebevoll restaurierten Kolonialgebäude Campeches. Sie besichtigen die Kathedrale La Concepción und überqueren das Herz der Stadt - den kleinen Zocalo Parque Principal. Langsam schlendern Sie durch die kleinen Gässchen und lassen sich zurückversetzen in die Zeit der spanischen Eroberer. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

16.Reisetag: Campeche - Uxmal - Mérida - Valladolid

Sie fahren weiter nach Uxmal. Hier tauchen Sie bei einer Wanderung durch die Ausgrabungsstätte in die Geschichte der spätklassischen Maya-Epoche ein. Die Puuc-Architektur kommt zum Tragen und präsentiert eine der schönsten und interessantesten Ruinenanlagen der Welt. Schon Catherwood wusste um die Bedeutung Uxmals und hat mit seinen Zeichnungen von 1841 viele wertvolle Informationen hinterlassen. Der Name Uxmal steht für "die dreimal Erbaute". Ungefähr 600 - 950 n. Chr. entstanden, konnte die Bedeutung vieler Bauten bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt werden. Auch hier hat sich die Ruinenanlage über verschiedene Bauphasen entwickelt und beeindruckt den Besucher mit wunderschön verzierten Fassaden, riesigen Terrassen und Plätzen, Säulen und Torbögen. Sicher sind sich die Forscher allerdings, dass Chac - der Regengott der Maya - als Herrscher dieser Siedlung verehrt wurde. Dennoch gibt es deutliche Anzeichen eines zentralmexikanischen Einflusses. Die Mosaiktechnik, der Einsatz der Säulenarchitektur sowie die Anwesenheit der gefiederten Schlange, die in der Maya-Sprache Kukulkán heißt, sprechen für einen intensiven Kontakt zu den Kulturen im Norden. Anschließend fahren Sie weiter zur kolonialen Hauptstadt Yucatáns - Mérida. 1542 in der Nähe der Maya-Siedlung T`Ho von dem Spanier Francisco de Montejo gegründet, ist Mérida bis zum heutigen Tag ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Yucatáns geblieben. Die architektonischen Zeugen des wirtschaftlichen Aufschwungs, der zunächst durch die Ausbeutung der Landbevölkerung und den Sisalexport nach Europa möglich wurde, gehören zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Neben der riesigen Kathedrale, 1598 fertig gestellt und die größte Yucatáns, ist der Bischofssitz, der Palacio Municipal und die Casa de Montejo - das Wohnhaus des Stadtgründers mit seinem figurengeschmückten Portal - zu erwähnen. Mérida beeindruckt mit kolonialem Charme, engen Straßen und romantischen Pferdedroschken. Überall in der Stadt ist der Einfluss Spaniens und Frankreichs spürbar. So diente zum Beispiel die Champs-Elysees als Vorbild für den Boulevard Paseo de Montejo. Anschließend fahren Sie nach Valladolid. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

17.Reisetag: Valladolid - Chichén Itzá - Valladolid

Am Morgen Fahrt nach Chichén Itzá zur Besichtigung der Kultstätte. Die durch den Einfluss der Tolteken aus Zentralmexiko weiter entwickelte Kultur der Maya kommt in Chichén Itzá in ihrem ganzen Glanz zum Ausdruck. Man könnte alleine in dieser Ruinenanlage mehrere Tage verbringen. Von den vielen verschütteten und vom Urwald überwucherten Bauwerken sind bis heute knapp 30 freigelegt und restauriert worden. Die frühesten stammen aus der Blütezeit der Klassischen Periode um 600 n. Chr., doch die meisten Gebäude wurden von den Tolteken errichtet und erweitert. "Vor unserem geistigen Auge zieht eine festlich geschmückte Prozession vorbei. Bunte Bänder flattern im leichten Wind, ein regelmäßiger Trommelschlag hallt bis hoch hinauf auf die Spitze des Tempels. Dort oben steht der Hohepriester, um mit seiner Zeremonie zu beginnen - für Chac Mool, den Regengott." El Castillo, das beeindruckendste Gebäude mit einer Höhe von 30 m, erhebt sich weit über die Anlage hinaus und dominiert die Ruinenanlage. Weiter geht es zum größten Ballspielplatz in Yucatán. Danach spazieren Sie im Schatten der Bäume zum Opferbrunnen und fragen sich, wie all die Schätze aus Jade, Kupfer und Gold Jahrhunderte lang unentdeckt in der Tiefe schlummern konnten. "El Caracol" erinnert uns an ein Schneckenhaus und wurde bereits 1842 von dem Forscher Frederick Catherwood entdeckt und gezeichnet. Das Observatorium diente den Maya unter anderem zur Beobachtung der Venus und ihrer Bahn. Sie glaubten, dass die Venus das Reich der Unterwelt durchläuft, wenn sie abends vom Himmel verschwindet. Dort könne sie dann vielleicht mit dem Bösen der Unterwelt in Berührung kommen. So lebten sie in ständiger Angst, dass eines Tages der Morgenstern nicht wieder aufgehen würde. Beim Besuch des Cenote Dzitnup' können Sie sich selbst ein Bild von diesem Mythos machen. Tropfsteinformationen säumen den Rand des glasklaren Süßwassersees, den Sie über steile und nasse Stufen in der unterirdischen Kalkstein-Doline erreichen. Die "Cenotes" sind ein einzigartiges Phänomen der Halbinsel Yucatán. Das Wort stammt aus der Maya-Sprache und bedeutet "heilige Quelle". Technisch handelt es sich dabei um schachtartige Einsturzdolinen (Kalksteinlöcher), die regelmäßig in Karstgebieten entstehen; durch die Auflösung des Kalkgesteines bilden sich zunächst Höhlen und unterirdische Wasserläufe. Stürzt eine solche Auswaschung ein, ist ein Cenote geboren. Viele der über 3000 Cenotes auf der Halbinsel sind über unterirdische Flussläufe miteinander verbunden und erreichen Tiefen zwischen 20 und 100 Metern. Während der Regenzeit füllen die abfließenden Wassermassen die Reservoirs wieder auf. Nach jüngsten Erkenntnissen geht die Wissenschaft davon aus, dass es sich hierbei um das größte zusammenhängende Höhlensystem der Welt handelt. Waren die Mayas davon überzeugt, dass es sich bei den Cenotes um den Eingang zur Unterwelt handele, dienen sie heute der Wissenschaft als Zugang für Ihre Forschung. Präkolumbische Stadtentwicklungen wie in Uxmal und Chichén Itzá wären ohne die wasserspendenden Cenotes wohl nie möglich gewesen. So nutzten die Maya die Cenotes als Brunnen zur Bewässerung ihrer Felder. Daher nennen einige Forscher das Höhlensystem auch gerne den "großen Strom der Maya". Anschließend fahren Sie zurück nach Valladolid. Übernachtung wie am Vortag. (F/-/-)

18.Reisetag: Valladolid - Tulum - Playa del Carmen

Heute fahren Sie Richtung Karibikküste und sagen "Bienvenidos" - Herzlich Willkommen am Ende des Regenbogens. So nannten die Maya dieses Fleckchen Erde, eines der schönsten tropischen Paradiese ganz Amerikas. Ein letzter Ausflug bringt Sie zu der Maya-Felsenfestung von Tulum, direkt an dem türkisblauen Wasser der Karibik gelegen. Auf einer kurzen Wanderung erkunden Sie die faszinierende Maya-Stadt. Tulum bedeutet "Mauer" oder "Festung" und ist auf die die ganze Anlage umspannende Mauer zurückzuführen. Die Stadt hatte ursprünglich eine Ausdehnung von mehreren Quadratkilometern, geblieben ist jedoch nur der Tempelbezirk mit dem Palast, der bei der Ankunft der Spanier noch besiedelt war. Weitere Gebäude sind der Templo del Dios Descente und der Templo de los Frescos, deren ursprünglicher Maya-Name leider nicht mehr bekannt ist. Sicherlich tritt Tulum in seiner Bedeutung hinter die größeren Ruinenanlagen der Maya zurück, aber das Zusammenspiel der Ruinen mit dem weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser ist wunderschön und einmalig. Ankunft in Playa del Carmen am späten Nachmittag. In dem vergnügten Touristenort verbringen Sie die letzte Nacht - entweder ruhig entspannt an den nahen Stränden oder in der Gruppe bei einer letzen Margarita. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)

19.Reisetag: Playa del Carmen - Cancún

Entsprechend Ihrer Reiseplanung werden Sie zum Flughafen nach Cancún gebracht oder Sie treten Ihren individuellen Verlängerungsaufenthalt an der Karibikküste an. Ende einer erlebnisreichen Reise. (F/-/-) Änderungen der Reiseroute bleiben vorbehalten.



Änderungen der Reiseroute bleiben vorbehalten.

Leistungen

Enthaltene Leistungen:

  • ab Mexiko-Stadt/an Cancun
  • Deutschsprachige Tourenleitung 2.-18.Tag
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Flughafentransfers in Shuttlebussen
  • Eintrittsgelder laut Programm
  • 18 Ü in Hotels im DZ
  • Mahlzeiten: 18xF, 2xM
  • Reiseliteratur


Nicht enthaltene Leistungen:

An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren nach dem 1.8.13; Trinkgelder; Persönliches

Teilnehmerzahl

  • Mindestens 2 Teilnehmer
  • Höchstens 12 Teilnehmer

Termine & Preise

Die Reise kann als Gruppenreise oder Individualreise gebucht werden. 

Preis für Gruppenreise: Ab 1.990 EUR pro Person im Doppelzimmer
Termine: Auf Anfrage

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Reiseteilnehmer Nr. 3

 
 

Reiseteilnehmer Nr. 4

 
 
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Generelle Hinweise

Reiseveranstalter: DIAMIR Erlebnisreisen GmbH
(AGBs des Reiseveranstalters)

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